Einblick in unsere Tätigkeiten

Blick vom Gallberg auf Himmelsthür (© Maren Burgdorf)

BETREUUNGSGEBIET

Betreungskulisse der Ökologischen Station Hildesheim, Stand September 2024).

Betreuungskulisse der ÖSHI

Aufgaben der Station:

  • Allgemeine Schutzgebietsbetreuung mit Präsenz vor Ort
  • Kartierung und Monitoring gebietsspezifisch ausgewählter Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume
  • Mitarbeit beim Management von Naturschutzflächen
  • Initiierung, Planung und Management von Naturschutz- und Artenschutzprojekten
  • Durchführung von Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Gebiete
  • Fachliche Beratung der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter vor Ort
  • Gebiets- und aufgabenbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Information

Übersicht der Aufgaben in den einzelnen Gebieten

FFH-Gebiet 115 Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg

Das FFH-Gebiet 115 „Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg“ ist für den Naturschutz besonders wichtig, weil es eine außergewöhnlich hohe Vielfalt an Lebensräumen wie kalkreiche Wälder, Magerrasen, Feuchtwiesen, Auenwälder sowie Teiche und Tümpel umfasst. Dadurch bietet es zahlreichen seltenen und schutzbedürftigen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Rückzugsräume. Als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 trägt das Gebiet wesentlich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und sichert europaweit bedrohte Lebensräume und Arten für die Zukunft.

Entwicklung eines Labkraut-Eichen-Hainbuchen-Wald mit Hutewaldnutzung

Im Naturschutzgebiet „Osterberg“, erfolgt in aufgelichteten Kiefernbeständen auf Muschelkalk die Initialpflanzung von Trauben-Eiche. Ziel ist es, den Lebensraumtyp Labkraut-Eichen-Hainbuchen-Wald (LRT 9170) zu vergrößern und die bestehende Fläche ökologisch deutlich aufzuwerten.

Der Lebensraumtyp ist besonders wichtig, da er artenreiche Wälder mit einer vielfältigen Baum-, Strauch- und Krautschicht hervorbringt. Diese Wälder bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Neben der Pflanzung umfasst die Maßnahme auch die Nachpflege im Sinne eine Pflege mit Schafen und Ziegen um die historische Waldnutzungsform der Hutewaldbewirtschaftung wieder aufleben zu lassen. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Unteren Naturschutzbehörden, der Paul-Feindt-Stiftung als Flächeneigentümerin und der Schäferei.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Ausgangszustand

Foto: Ziel (Copyright: Heinz Sielmann Stiftung/Sebastian Hennigs)

Pflegemaßnahmen im Offenland

Im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ werden entbuschte Weideflächen mit dem Ziel des Erhalts bzw. der Wiederherstellung der Lebensraumtypen Naturnahe Kalk-Trockenrasen (LRT 6210) und Magere Flachland-Mähwiesen (LRT 6510) gepflegt.

Die Maßnahme umfasst die Koordination, Begleitung und Beauftragung der Nachpflege der entbuschten Flächen. Um Stockausschläge dauerhaft zu unterdrücken, erfolgt im Sommerhalbjahr eine Nachbeweidung durch die Schäferei, im Winterhalbjahr schließen Freischneiderarbeiten an.

Die Umsetzung geschieht gemäß FFH-Managementplan und in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Schäferei sowie dem Eigentümer. Damit wird die langfristige Entwicklung wertvoller Offenland-Lebensräume sichergestellt, die zahlreichen spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Ziegen als Landschaftspfleger

Untersuchungen zu Haselmaus, Siebenschläfer und anderen Kleinsäugern

Im FFH-Gebiet wurden auf verschiedenen Erfassungsflächen Untersuchungen zum Vorkommen von Haselmäusen, Siebenschläfern und weiteren Kleinsäugern durchgeführt. Ziel war es, festzustellen, wo diese Tiere leben und wie häufig sie vorkommen, um ihre Bestände besser einschätzen zu können.

Dabei kamen Nesttubes, Spurentunnel und bei Bedarf Wildkameras zum Einsatz. Die Arbeiten erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, unter anderem mit der Arbeitsgemeinschaft Kleinsäuger des Ornithologischen Vereins Hildesheim und der Stiftung Universität Hildesheim.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Ehrenamtliche beim Anbringen der Nesttubes

Besucherleitsystem

In Abstimmung mit den lokalen Akteuren und Flächeneigentümern wurde ein Wegekonzept zur Lenkung der Besucherströme im Schutzgebiet entwickelt. Dieses Konzept umfasst die Planung und Markierung von Wegen, die die Besucher durch das Gebiet leiten sollen, ohne die empfindlichen Bereiche zu stören. Dabei wurden bestehende Wege optimiert und, wo erforderlich, Wege in sensiblen Bereichen gesperrt. Es werden Informations- und Hinweisschilder aufgestellt, um Besucher über die Schutzmaßnahmen und die Bedeutung der Gebiete aufzuklären. Um diese möglichst attraktiv zu gestalten, werden verschiedene Wegevarianten geplant. Dabei werden unterschiedliche Nutzungen berücksichtigt und z.B. kurze Rundwanderwege, aber auch längere Wander- und Reitwege geplant.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Eine Vielzahl von Wegen führt duch das Gebiet

Schneiteln von Hainbuchen

Im Giesener Wald liegt der Lebensraumtyp 9170 „Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald“ vor, welcher durch ehemalige Hute-, Nieder- und Mittelwaldnutzung entstanden ist. Seit Aufgabe der historischen Waldnutzungsformen nimmt der Lebensraumtyp niedersachsenweit stark ab. Durch die ÖSHI werden daher im Giesener Wald Schneitelhainbuchen gepflegt, um diese besonderen Kopfbäume und die Strukturen der historischen Waldnutzungsform zu erhalten.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Frisch geschneitelte Hainbuchen

Schaffung von Ansitzwarten für avifaunistische Offenlandarten

Im FFH-Gebiet wurden gezielt Steinstrukturen und Findlinge angelegt, um bedrohten Arten wie Steinschmätzer, Braunkehlchen und Zauneidechse geeignete Lebensräume zu bieten. Die Findlinge dienen als wichtige Ansitzwarten für Offenlandvögel, während die Steinschüttungen zusätzliche Brut-, Sonnen- und Rückzugsräume schaffen. Auch Amphibien wie Kammmolch und Gelbbauchunke profitieren von den neuen Strukturen, die ihnen zusätzliche Überwinterungsquartiere bieten. Alle Maßnahmen wurden mit gebietstypischem Material umgesetzt, sodass sie sich harmonisch und ohne visuelle Störungen in die Landschaft einfügen. Die Arbeiten erfolgten im Dezember 2024 an rund 40 sorgfältig ausgewählten Standorten, wobei vorhandene Wege genutzt wurden, um den Naturraum zu schonen.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Ein Findling als Ansitzwarte für Singvögel

FFH-Gebiet 116 „Tongrube Ochtersum“

Das FFH-Gebiet „Tongrube Ochtersum“ umfasst ein kleines, für Amphibien bedeutsames Feuchtbiotop am Steinberg im Süden Hildesheims und liegt im Naturraum Innerstebergland.

Prädationsmanagement zum Schutz der gefährdeten Gelbbauchunke

Im Rahmen der gezielten Bejagung invasiver Arten werden regelmäßig Waschbären mithilfe digital überwachter Fallen und turnusmäßiger Kontrollen entnommen. Je nach Jahresverlauf wird der Fallenbetrieb flexibel angepasst. Da die Waschbärenpopulation kontinuierlich zunimmt und diese Art als bedeutender Prädator u.a. der Gelbbauchunke gilt, bleibt eine kontrollierte Entnahme im Schutzgebiet dauerhaft erforderlich. Besonders während der Reproduktionszeit von April bis Juli ist eine intensive Bejagung mit entsprechender Schonzeitaufhebung notwendig, um empfindliche Amphibienarten wie Gelbbauchunke und Kammmolch wirksam zu schützen.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Geschützte Gelbbauchunke am Kleingewässer

FFH-Gebiet 117 „Sieben Berge, Vorberge“

Das FFH-Gebiet „Sieben Berge, Vorberge“ zeichnet sich durch ausgedehnte, artenreiche Kalk-Buchenwälder aus, die sich über den Höhenzug der Sieben Berge und über die sich östlich anschließenden Vorberge erstrecken. Die aus Kalksteinen der Kreide aufgebauten Höhenzüge nördlich von Alfeld grenzen an das Leinetal und liegen im Naturraum Ith-Hils-Bergland. Die Südwesthänge der Sieben Berge sind durch rückschreitende Erosion eingeschnitten, sodass sich das charakteristische Erscheinungsbild mit den sieben, durch schmale Trockentäler getrennten Erhebungen ergibt.

Pflege und Entwicklung von Trockenlebensräumen

Die Halbtrockenrasen und die wertvollen Frauenschuh-Lebensräume in den Teilgebieten Abbenser Berg, Ortsberg, Schieferholzer Berg und Wernershöhe werden durch gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erhalten und weiter verbessert. Diese Maßnahmen, die im FFH-Gebiet 117 sowohl von Ehrenamtlichen als auch von Fachfirmen durchgeführt werden, sollen langfristig die besonderen Arten und Lebensräume sichern. Eine kontinuierliche Begleitung, Koordination und Umsetzung der Pflegeaktivitäten ist dabei ebenso wichtig wie eine regelmäßige Biotop- und Lebensraumkartierung, um die erzielten Fortschritte fachlich zu dokumentieren.

Foto: Flächenbetreuung

FFH-Gebiet 380 „Leine unter dem Rammelsberg“

Das FFH-Gebiet „Leineaue unter dem Rammelsberg“ umfasst eine abwechslungsreiche Auenlandschaft zwischen den Ortschaften Elze und Betheln in der Calenberger Lössbörde. In der aufgrund der fruchtbaren Böden intensiv genutzten Bördenlandschaft ist das FFH-Gebiet durch das Mosaik verschiedener naturnaher Biotope von besonderer Bedeutung für viele Tier- und Pflanzenarten.

Die Grünländer der Leineaue unter dem Rammelsberg

Für das Naturschutzgebiet HA 129 „Leineaue zwischen Gronau und Burgstemmen“ sowie das FFH-Gebiet 380 „Leineaue unter dem Rammelsberg“ ist ein Grünland-Bewirtschaftungskonzept entwickelt worden. Die aktuellen Zustände von Grünländern werden anhand von Biotopkartierungen und Tagfaltererfassungen aufgenommen. Auf Basis dieser Ergebnisse können beispielsweise aktuelle Erhaltungszustände festgestellt und geeignete Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen gezielt geplant und umgesetzt werden, um die biologische Vielfalt langfristig zu sichern.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Flächenbegutachtung in der Leineaue

FFH-Gebiet 382 Beuster (mit NSG „Am Roten Steine“)

Das FFH-Gebiet „Beuster (mit NSG ‚Am roten Steine‘)“ umfasst die Beuster, einen Nebenfluss der Innerste, sowie einen nordwestlich der Mündung anschließenden Abschnitt der Innersteniederung, der bereits im südlichen Stadtgebiet von Hildesheim liegt.

Pflege und Entwicklung von Halbtrockenrasen

Zur Pflege und Entwicklung der Halbtrockenrasen werden in den Wintermonaten gezielt Sträucher und Gehölze auf verbuschten Flächen entfernt. Anschließend übernehmen Schafe und Ziegen die Nachpflege, damit die Bereiche dauerhaft offen bleiben und sich die wertvollen, artenreichen Pflanzengesellschaften eines Halbtrockenrasens optimal entwickeln können. Die ÖSHI setzt diese Maßnahmen im Auftrag und mit Finanzierung des Landes Niedersachsen um und begleitet die langfristige Entwicklung der Lebensräume. Im Jahr 2025 erfolgt die Koordination und Begleitung der Nachpflege auf den zuvor entbuschten Flächen, um das Erhaltungs- bzw. Wiederherstellungsziel des Lebensraumtyps 6210 „Halbtrockenrasen“ zu sichern, insbesondere durch die Unterdrückung von Stockausschlägen mittels Beweidung im Sommerhalbjahr. Ergänzend werden Biotop- und Lebensraumkartierungen durchgeführt, um den Erfolg der Maßnahmen zu dokumentieren und bei Bedarf eine Anpassung der Nachpflege vorzunehmen.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Ausgangszustand: Stark verbuschter Hang

Foto: Fläche nach dem Pflegeeinsatz im Oktober 2025

Nisthilfe für den Eisvogel

Der streng geschützte Eisvogel ist eine charakteristische Art des prioritären Lebensraumtyps 91E0* und gilt entsprechend der Vogelschutzrichtlinie sowie der niedersächsischen Artenschutzstrategie als besonders förderwürdig – auch im Stadtgebiet Hildesheim. Im Naturschutzgebiet „Am roten Steine“ ist der Eisvogel ganzjährig präsent und nutzt die dortigen Steilufer zur Anlage seiner Brutröhren. Da natürliche Gewässerdynamik nur eingeschränkt vorhanden ist und vegetationsfreie Uferabbrüche kaum neu entstehen, gehen mögliche Brutplätze zunehmend durch Sukzession verloren. Um den Bestand langfristig zu sichern, sind unterstützende Artenhilfsmaßnahmen notwendig, wie das Freilegen geeigneter Steiluferbereiche sowie die Installation künstlicher Nisthilfen. Die Anlage einer Nistwand im Auenbereich des Schutzgebiets wurde daher – auf Grundlage des Managementplans und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden – als wichtige Maßnahme zur Förderung des Eisvogels umgesetzt. Die künstliche Struktur ergänzt die vorhandenen natürlichen Brutplätze und bietet dem Eisvogel zusätzliche, störungsarme Nistmöglichkeiten in unmittelbarer Gewässernähe.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Nisthilfe kurz nach Fertigstellung

Unterhaltung eines Dammdurchbruchs

Um den naturnahen, strukturreichen Auwald zu erhalten, ist eine regelmäßige Durchströmung mit Wasser aus der Innerste notwendig. Um diese natürliche Dynamik zu sichern, wurde der bestehende Dammdurchstich fachgerecht von Sediment und Aufwuchs befreit und die hydrologische Anbindung wiederhergestellt. Die Arbeiten erfolgten behutsam außerhalb der Vegetationsperiode .

<zurück zur Übersicht>

Foto: Wiederherstellung des Dammdurchs

FFH-Gebiet 389 Nette und Sennebach

Das FFH-Gebiet „Nette und Sennebach“ umfasst zwei kleinere, in Teilen naturnahe Fließgewässer im Innerstebergland. Die Nette entspringt südlich von Seesen am westlichen Harzrand aus einer Karstquelle. Ein kleiner begradigter Abschnitt des Oberlaufs sowie ein Teilstück des Unterlaufs vor der Einmündung in die Innerste liegen außerhalb der FFH-Gebietsgrenzen. Zum Gebiet gehört aber der weiter östlich fließende Sennebach, der am Hainberg entspringt und zwischen den Ortschaften Sottrum und Holle in die Nette einmündet.

Schneiteln von Kopfbäumen am Gewässer

Im November 2025 wurden an der Nette Kopfweiden gepflegt, um den Lebensraumtyp 91E0 (Auenwälder mit Erlen, Eschen und Weiden) aufzuwerten. Alte Kopfweiden sind besonders artenreich, da sie vielen höhlen- und totholzbewohnenden Arten Lebensraum bieten. Da die Bäume über viele Jahre nicht geschnitten worden waren, waren sie teilweise instabil und vom Ausbrechen bedroht. Durch einen fachgerechten Pflegeschnitt wurde ihre Vitalität und Standsicherheit verbessert. Ziel der Maßnahme war es, die Kopfweiden als landschaftsprägende Elemente zu erhalten, die biologische Vielfalt zu fördern und den Biotopverbund entlang der Nette im FFH-Gebiet Nr. 389 zu stärken.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Im Winter 2025 geschneitelte Kopfweiden

Erweiterte Agrarkulisse

Das Gebiet umfasst die tiefgründigen Böden der Hildesheimer und Calenberger Börde, deren agrarische Nutzung den Schirmarten des Offenlandes einen geeigneten Lebensraum bietet.

Feldhamster, Rebhuhn, Weihen, Kiebitz

Das Projekt widmet sich dem Schutz bedeutender Offenlandarten wie Feldhamster, Wiesenweihe, Rohrweihe und Kiebitz, die als sogenannte Umbrella Species stellvertretend für den Erhalt ganzer Lebensgemeinschaften stehen. Ziel ist es, ihre Vorkommen langfristig zu erfassen, Brutplätze – insbesondere der Weihen – zu sichern und gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben wirksame Schutzmaßnahmen zu etablieren. Die Beratung für die Landwirtschaft wird kontinuierlich fortgeführt und um Themen wie den Schutz des Rebhuhns sowie Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung ergänzt. Dabei werden praxisnahe Optionen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik erläutert, einschließlich relevanter GLÖZ-Standards, Öko-Regelungen und spezieller Förderprogramme. Hohe Bedeutung hat zudem das landkreiseigene Förderprogramm, das mit flexiblen Laufzeiten eine attraktive Ergänzung darstellt und in verschiedenen Gemeinden stetig ausgebaut wird. Jährlich werden Beratungen durchgeführt, Maßnahmenflächen umgesetzt und Kartierungen vorgenommen, um aktuelle Bestände von Feldhamster, Rebhuhn und Kiebitz zuverlässig zu erfassen. Das begleitende Monitoring der Weihen dient dazu, potenzielle Brutplätze frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Das Projekt wird in Kooperation mit der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen umgesetzt.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Feldhamster am Bau

Erweiterte Kulisse für den Frauenschuh

Auch außerhalb von Schutzgebieten finden wertvolle und seltene Pflanzenarten geeignete Lebensräume – so zum Beispiel der Frauenschuh (Cypripedium calceolus). Im Rahmen der erweiterten Kulisse „Frauenschuh“ werden im Leinebergland Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung seines Lebensraumes umgesetzt.

Erhalt und Entwicklung des Lebensraums Frauenschuh im Leinebergland

Zur Sicherung des seltenen Frauenschuhs werden durch die ÖSHI Maßnahmen zur Pflege, Entwicklung und langfristigen Stabilisierung seines Lebensraums koordiniert, begleitet und beauftragt.

Die Arbeiten tragen dazu bei, geeignete Standortbedingungen – wie lichte Waldbereiche und strukturreiche Saumzonen – zu bewahren und zu fördern. So bleibt dieser besondere Lebensraum erhalten und kann sich weiterentwickeln, damit der Frauenschuh auch künftig in unserer Region eine Heimat findet.

<zurück zur Übersicht>

Foto: Frauenschuh in voller Blüte