Willkommen im FFH Gebiet 115

Zwischen Osterberg und Giesener Wald

Allgemeine Hinweise für Besuchende

Willkommen im Schutzgebiet zwischen Osterberg und Giesener Wald – einem Ort, an dem Naturerlebnis und Naturschutz Hand in Hand gehen. Damit Sie die Landschaft entspannt entdecken und gleichzeitig sensible Bereiche geschützt werden können, setzt das Gebiet auf eine gezielte Besucherlenkung. Gut ausgebaute Wege, verständliche Informationen und ausgewählte Erlebnisangebote helfen Ihnen dabei, sich sicher zu orientieren und die Natur bewusst zu genießen. Entscheidend ist dabei vor allem die Qualität Ihres Aufenthalts: Attraktive Routen und Angebote ermöglichen eindrucksvolle Naturerlebnisse, ohne dass Sie besonders geschützte Bereiche durchqueren. Informationen, eine Fotogallerie sowie begleitende Podcastangebote, vermitteln Ihnen unterwegs interessante Einblicke in Natur, Landschaft und Besonderheiten des Schutzgebietes.

Helfen Sie mit, dieses einzigartige Gebiet zu schützen

  • Bleiben Sie auf den Wegen

  • Hinterlassen Sie keinen Müll

  • Hunde sind an der Leine zu führen. Bitte Hunde nicht in den Wasserstellen baden oder daraus trinken lassen!

  • Feuer machen und Zelten sind verboten

Rücksicht auf Tiere nehmen

Tiere benötigen Ruhe. Jede Störung kostet Energie und Zeit und verursacht Stress. Werden Tiere aufgeschreckt, kann es zu Fluchtreaktionen kommen oder dazu, dass sie ein Gebiet ganz meiden. Ihr ruhiges Verhalten ermöglicht es der Tierwelt, diesen Lebensraum sicher zu nutzen.

Hunde bitte umsichtig führen

Auch Hunde sind für Wildtiere präsent, selbst dann, wenn sie angeleint sind. Eine verantwortungsvolle Führung Ihres Hundes auf den ausgewiesenen Wegen hilft, den Artenreichtum im Schutzgebiet zu bewahren. Bitte erhalten Sie den Lebensraum hochbedrohter Amhibien und lassen Sie Ihren Hund nicht aus den Gewässern trinken oder darin baden.

Saubere Natur = sicherer Lebensraum

Abfälle gehören nicht in die Natur. Sie können Tiere verletzen oder krank machen. Zudem stellen weggeworfene Zigarettenstummel enthalten giftige Nikotinreste und stellen eine ernsthafte Brandgefahr dar. Wenn Sie Ihren Müll wieder mitnehmen, schützen Sie Tiere, Pflanzen und den Wald gleichermaßen.

Natur erleben und teilen mit Bedacht

Schöne Eindrücke möchten viele gerne teilen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass Berichte und Bilder in sozialen Medien oft zu stark steigenden Besucherzahlen führen können. Weniger bekannte Orte bleiben länger intakt. Ein bewusster Umgang mit der Veröffentlichung von Standortangaben hilft, das Schutzgebiet vor Überlastung zu schützen.

Rücksicht auf die Landschaftspfleger

Schafe, Ziegen und Esel haben eine wichtige Aufgabe im Gebiet. Ohne sie würde der offene Bereich binnen weniger Jahre mit Büschen und Bäumen zuwachsen.

Bitte halten sie unbedingt Abstand zu den Tieren.

Ziegen im Gebiet

 

Routen & Wege durch das Gebiet

Die ausgewiesenen Wege führen Sie sicher durch das Gebiet und schützen gleichzeitig Böden und Vegetation. Wer Abkürzungen nimmt, verursacht ungewollt Trittschäden: Pflanzen werden zerstört, Böden verdichten sich und neue Trampelpfade entstehen. Indem Sie auf den markierten Wegen bleiben, tragen Sie aktiv dazu bei, Erosion zu vermeiden und die natürliche Vielfalt entlang der Wege zu erhalten.

Rotmilanweg

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am Ehrenmal in Giesen oder an der ehemaligen Panzerwaschanlage, weitere Startpunkte möglich
  • Länge: Ca. 11,5 km
  • Dauer: Ca. 4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Moderat – befestigte und unbefestigte Abschnitte. Der Weg führt durch den Giesener Wald auf unbefestigten Wegen. Bei Nässe rutschig.
  • Besonderheiten: Dieser Weg führt durch alle Bereiche des Gebietes

Bläulingspfad

  • Ausgangspunkt: Parkplatz vor der ehemaligen Panzerwaschanlage, weitere Startpunkte aus Richtung Himmelsthür möglich
  • Länge: Ca. 6 km
  • Dauer: Ca. 2 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Moderat – Der Weg führt durch den offenen Bereich der Langen Dreisch entlang von weidenden Schafen und Schmetterlingen

Eichenpfad

  • Ausgangspunkt: Parkplatz vor der ehemaligen Panzerwaschanlage
  • Länge: 3 km
  • Dauer: Ca. 1 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach – Der Weg führt entlang der Innerste auf dem befestigten Innerste-Radweg entlang. Die Verbindung zur ehemaligen Panzerstraße ist mit einer Steigung/Gefälle versehen. Danach führt der Weg unbefestigt entlang der Waldgrenze des Mastberges entlang. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl kann an diesem Streckenabschnitt alternativ die Panzerstraße genutzt werden.
  • Besonderheiten: Gut für Familien geeignet

Waldweg

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am Ehrenmal in Giesen, weitere Startpunkte aus Richtung Giesen möglich
  • Länge: Ca. 4,8 km
  • Dauer: Ca. 2 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel – Der Weg führt durch den Giesener Wald auf unbefestigten Waldwegen
  • Besonderheiten: Ein Gräberfeld im Wald, bestehend aus 43 Grabhügeln einer Siedlung der älteren Bronzezeit (1600-1200 v.Chr.).

Reitweg

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am Ehrenmal in Giesen, weitere Startpunkte aus Richtung Giesen möglich
  • Länge: Ca. 4,4 km
  • Dauer: Ca. 1 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel – Der Weg führt durch den Giesener Wald
  • Besonderheiten: Der Weg kann verkürzt werden, dafür gibt es eine alternative Streckenführung

Podcasts – Hören & Erleben

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Radiosender Tonkuhle werden hier in den nächsten Wochen insgesamt 10 Podcastfolgen zum Schutzgebiet, den Akteuren und zu Besonderheiten im Gebiet geben.

Fotogalerie – Eindrücke aus dem Gebiet

Hintergrund & Schutzgebiet

Eigentum verpflichtet

Im Gebiet Osterberg und Lange Dreisch treffen Natur und Geschichte aufeinander, auch bei den Eigentumsverhältnissen. Die Flächen gehörten früher größtenteils zum militärisch genutzten Standortübungsplatz, sind heute aber Teil des „Nationalen Naturerbes“.

Ein Großteil wurde an die Paul-Feindt-Stiftung übertragen, die sich darum kümmert, die Landschaft langfristig zu schützen und naturnah zu entwickeln. Daneben sind auch die Stadt Hildesheim und der Bund weiterhin Eigentümer einzelner Flächen. Gemeinsam sorgen diese Akteure dafür, dass das Gebiet nicht nur erhalten bleibt, sondern auch für Mensch und Natur erlebbar ist.

Warum Besucherlenkung?

Natur genießen und Natur schützen – beides gehört in einem Schutzgebiet untrennbar zusammen. Besucherlenkung sorgt dafür, dass genau dieser Balanceakt gelingt. Sie hilft, Menschen die schönsten Seiten der Landschaft zu zeigen und gleichzeitig empfindliche Lebensräume zu bewahren.

Ein Schutzgebiet ist kein Museum, sondern ein lebendiger Raum. Pflanzen wachsen, Tiere ziehen ihre Jungen auf und Böden reagieren sensibel auf Belastung. Wenn sich viele Besucherinnen und Besucher ungeordnet im Gebiet verteilen, entstehen schnell Schäden. Eine klare Besucherlenkung sorgt dafür, dass Naturerlebnisse möglich bleiben, ohne die Natur zu überfordern.

Gut geführte Wege, verständliche Beschilderung und informative Angebote machen die Orientierung leicht. Sie zeigen, wo das Naturerlebnis besonders intensiv ist – und wo Ruhe für Tiere und Pflanzen notwendig bleibt. So werden Besucherströme gebündelt, Trittschäden vermieden und störungsempfindliche Bereiche geschützt.

Ein weiterer Vorteil: Besucherlenkung erhöht auch die Qualität des Aufenthalts. Wer sich sicher orientieren kann, entdeckt spannende Aussichtspunkte, lernt Hintergründe zur Landschaft kennen und erlebt das Gebiet entspannter. Attraktive Angebote an den Randbereichen laden dazu ein, Neues zu entdecken, ohne sensible Kernzonen zu belasten.

Im Mittelpunkt steht dabei ein positives Prinzip: Statt vieler Verbote wird klar gezeigt, was erlaubt ist. Beschilderte Wege weisen den Weg durch das Schutzgebiet und eröffnen Naturerlebnisse, die im Einklang mit dem Schutzgedanken stehen.

Besucherlenkung ist damit kein Hindernis, sondern eine Einladung: Sie ermöglicht es, Natur bewusst zu erleben – heute und auch für kommende Generationen.

Natur-Highlights im Gebiet

Hier folgen Tipps für naturkundliche Exkursionen zu den verschiedenen Jahreszeiten

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